22. Spieltag

18.02.2012 13.00 Uhr

VfL Bochum-Union Berlin

 

 

Über uns

 

Tief im Westen: VfL-Fanclub „Bochum-Ost 1975“

 

Reibereien zwischen den VfL-Fanclubs gibt es eigentlich nicht, denn die Liebe zur selben Leidenschaft verbindet. Doch Diskussionen und kleinere Neckereien in aller Freundschaft darf es durchaus geben. So passiert es manchmal zwischen den beiden ältesten VfL-Fanclubs „Bochumer Jungen“ und dem VfL-Fanclub „Bochum-Ost“. Thema der Diskussionen: „Wer war zuerst da?“

„Beide Clubs gründeten sich aus dem VfL-Fanclub-Bochum, der Anfang der 70er- Jahre aus den Nähten zu platzen drohte“, erklärten Jürgen König, Reinhard Reith und Horst-Dieter Schade, Gründungsmitglieder von „Bochum-Ost“. Weil der VfL-Fanclub-Bochum mit über 200 Mitgliedern einfach zu groß wurde, entschlossen sich einige Fans getrennte Wege zu gehen und aus dem riesigen Fanclub mehrere kleine zu machen. So entstand 1975 „Bochum-Ost“. „ Die Bochumer Jungen legten ihr Gründungsdatum auf das Jahr 1972“, erinnerten sich die drei Gründungsmitglieder. „Wir haben das Trennungsjahr 1975 angegeben. Aber eigentlich sind wir aus dem gleichen Verein und zur selben Zeit entstanden.“

So häufig wird diese Frage aber gar nicht thematisiert, viel mehr erfreuen sich beide Fanclubs an den Erfolgen (Misserfolgen)ihres VfL. In Bochum-Langendreer steht seit 20 Jahren das Vereinsheim von „Bochum-Ost“. Dort treffen sich die Mitglieder regelmäßig und pflegen ihren ganzen Stolz. „Das Bochumer Jugendamt hat uns damals einen Baucontainer zur Verfügung gestellt“, berichtet König. „Wir haben viel Zeit und Liebe in unser Vereinsheim gesteckt und sind sehr stolz, was dort entstanden ist.“ Es ist ein Vorzeigeprojekt und an einen Baucontainer erinnert das kaum noch- eher an eine sehr gepflegte Schrebergartenanlage. Es fehlen nur noch die Gartenzwerge. „ Wir haben sogar einen kleinen Teich mit Fischen“, und die wollen regelmäßig gefüttert werden.

Regelmäßig treffen sich die Mitglieder an ihrem Vereinsheim und planen die kommenden Auswärtsfahrten, fachsimpeln über den vergangenen Spieltag des VfL oder nehmen kleine Renovierungsarbeiten und Pflege der Anlage an ihrem Clubhaus vor.

„Es gibt immer irgendetwas zu tun und das schreckt neue Mitglieder leider auch mal ab.“ Thekendienst, Putzdienst, Unkraut jäten oder die Fische füttern, “ sagten die Mitglieder.

Aber dafür genießt man die Geselligkeit in toller Atmosphäre. Da nicht alle Clubmitglieder aus Langendreer kommen, sondern über ganz Bochum (mittlerweile auch aus Schwerte  und aus Dortmund) verteilt sind, ist das Clubhaus eher Treffpunkt nach den Spielen. Bei Auswärtsspielen , zu denen man nicht mitreist, treffen sich die Fans aus allen Richtungen um bei Bratwurst , Bier und nicht alkoholischen Getränken das Spiel am Fernsehen zu verfolgen.

Seit dem Gründungsjahr bestehen Freundschaften mit Fanclubs anderer Vereine in Deutschland, so kommen die „Hamburger Rothosen“ und die „Wittener Wölfe“ immer gerne am Clubhaus vorbei, wenn in Bochum gespielt wird.

Das war ein kleiner Einblick in unsere Geschichte.